Rezension: "Teardrop" von Lauren Kate



Randdaten:
Originaltitel: Teardrop
Deutscher Titel: Teardrop
Verlag: cbt
Seiten: 515
Genre: Fantasy, Young Adult, Romance
Reihe: Teardrop Band 1

Als sie noch klein war, bläute ihre Mutter ihr dringlich ein, dass sie niemals weinen dürfe. Seit diesem Tag hält Eureka sich daran. Selbst, als ihre Mutter bei einem tragischen Unfall ums Leben kommt, hält sie ihre Tränen zurück. Doch ohne ihre Mutter Diana ist Eureka nicht mehr dieselbe. Sie versucht sich umzubringen und zieht sich immer mehr zurück, bis sie eines Tages auf einen sehr merkwürdigen Jungen trifft, der viel zu viel über sie zu wissen scheint. Und was haben die seltsamen Erbstücke ihrer Mutter zu bedeuten?

Erstmal sind beide Cover wunderschön! Das Deutsche Cover wirkt etwas düsterer, was finde ich ziemlich gut zu Eureka passt, während das Englische Cover irgendwie kitschiger aussieht. Trotzdem finde ich das Kleid auf dem Englischen Cover noch viel schöner, weil es komplett aus Wasser besteht. Eine Mischung aus beiden wäre also perfekt ;)

In Anbetracht der Tatsache, dass ich, bevor ich dieses Buch selber lesen konnte überwiegend schlechte Rezensionen gesehen hatte, hielt sich meine Erwartungshaltung dementsprechend in Grenzen. Ich stellte mich auf eine enorm lange und langweilige Einleitung und etwa 150 spannende Seiten zum Ende des Romans ein. Ich glaube diese Einstellung ist nicht ganz unschuldig daran, dass ich das Buch dann doch nicht soooo schlecht wie erwartet fande.
Der "Anfang" (damit meine ich in etwa die ersten 400 Seiten) war in der Tat nicht gerade von Spannung und Abenteuer gespickt. Trotzdem würde ich auch nicht behaupten, dass es 400 Seiten Einleitung gibt. Es ist schon so, dass in diesen 400 Seiten das ein oder andere passiert. Die Spannungskurve wird nur eben seeeehr flach und langsam aufgebaut. Wenn man aber von vornherein weiß, dass am Anfang nicht so viel passiert, kann man finde ich eben einfach den ein oder anderen Absatz überspringen, ohne wichtige Teile des Buches zu verpassen.
Für meinen Geschmack wurde zum Beispiel viel zu viel über Eurekas Mutter Diana erzählt. Natürlich vermisst sie ihre Mutter, aber das muss doch nicht auf jeder zweiten Seite aufs Neue ausgefächert werden. Auch das Thema laufen hat mich jetzt irgendwie weniger interessiert. Solche unwichtigen Nebenhandlungen wurden einfach viel zu detailliert beschrieben, sodass ich des öfteren aufpassen musste, nicht einzuschlafen.
Trotzdem. Wenn man sich darauf einlässt, einfach ein paar Passagen nur grob zu überfliegen, kann das Buch durchaus Spaß machen. Mir gefällt vor allem die Grundidee mit Atlantis. Ich steh ja sowieso total auf so alte Mythen wie in der griechischen Mythologie oder eben so etwas wie Atlantis. Schade finde ich allerdings, dass diese Atlantis-Geschichte schon auf dem Klappentext verraten wird. In den ersten 400 Seiten fällt nirgendwo das Wort "Atlantis". Ich finde das nimmt eigentlich die Spannung, die in diesem Buch sowieso schon eher rar ist, vorweg raus.
Leider hatte ich so meine Probleme mit Eureka. Sie war mir einfach nicht besonders sympathisch. Erst ihr Selbstmordversuch; dann ihr Verhalten ihrem Vater und ihrer Stiefmutter gegenüber (die meiner Meinung nach ziemlich nett ist); dann wie sie ihre tote Mutter vergöttert und alles und jeden mit ihr vergleicht (obwohl die auch kein Engel war); wie sie alles tut um ihre Stiefmutter zu ärgern (mit 17! werd erwachsen.); wie sie zu einer völlig Fremden Frau solch ein enges Vertrauen aufbaut, dass sie "fast wie eine Mutter" ist, normalerweise aber niemandem Vertrauen schenkt; und zu guter letzt ihre schreckliche Naivität zum hinteren Teil des Buches.
Trotz all diesen negativen Worten werde ich die Reihe weiterverfolgen, weil mir einfach diese Grundidee sehr gut gefallen hat und ich den Schreibstil auch weitestgehend als sehr schön emfpunden habe. Ich möchte sehr gerne wissen wie es mit Eureka weitergeht und hoffe, dass wir uns in den nächsten Büchern besser verstehen werden.

Alles in Allem hat mir dieses Buch irgendwie schon ganz gut gefallen, wenn man eben von dem viel zu detaillierten "Anfang" absieht. Leider umfasst dieser "Anfang" knapp 400 Seiten, durch die man sich erstmal durchschummeln muss. Wenn man sich aber darauf einstellt, erstmal nicht viel passiert und daher die ersten 400 Seiten eher querliest (man verpasst nichts!), kann man durchaus seinen Spaß an diesem Buch haben. Vor allem die Idee um Atlantis und alles was dazu gehört, hat mir sehr gut gefallen und ich bin gespannt wie es mit Eureka weitergeht. Daher gibt es 3 von 5 Herzen von mir.

Band 2: Waterfall (erscheint vorraussichtlich am 28. Oktober auf Englisch)


Vielen lieben Dank an den cbt Verlag für die Bereitsstellung dieses Rezensionsexemplars!

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Kommentare:

  1. Ich war schon darauf vorbereitet, dass das Buch nicht unbediingt schnell und so der Knaller ist, aber ich fand es trotzdem steeeerbenslangweilig. Außerdem sollte das Buch einen ja nicht dazu bringen Stellen zu überfliegen, ist ja klar, dass man dann halbwegs Spaß hat, aber wie schon gesagt ist das nicht der Sinn der Sache xD Ein Buch sollte mich dazu bringen, dass ich an den Seiten klebe und nicht aufhören möchte, das hier war Mist.
    Aber schön, dass wenigstens du deinen Spaß daran hattest :p

    Liebe Grüße,
    May

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    1. Hey May,
      ja da hast du natürlich recht. Im Grunde ist es dazu nicht gedacht und eigentlich ist einem dann auch das Geld zu schade dafür. Ich fand es jetzt nicht steeeeeerbenslangweilig, eben eher dröge, aber nicht vollkommen katastrophal. Aber ich gebe dir auf jeden Fall recht, dass ein gutes Buch einen an den Seiten kleben lassen sollte. Das passiert hier dann in der Tat erst am Ende des Buches. Trotzdem hat mir eben diese Atlantis Geschichte sehr gut gefallen :)
      Liebe Grüße
      Lisa

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  2. Hey,
    ich dachte die ganze Zeit, das Buch sei schön und wollte es auch unbedingt lesen. Ich finde das Cover schon so schöön. Aber wenn du schreibst dass die ersten "400" seiten mega lahm sind, ist es für mich nicht mehr interessant. Hab ich ja nochmal Glück gehabt, bevor ich es bestellt hätte :D

    LG Lena

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